160 Millionen Euro für die Halloween-Gruselnacht

Am 31. Oktober gehen abends wieder kleine Hexen, Gespenster und Vampire auf Raubzug durch die Straßen. Mit dem Schlachtruf “Süßes oder Saures” erbeuten sie so manche Leckerei. Das Halloween-Fest kommt immer mehr in Mode. Es bringt aber nicht nur ausgehöhlte Kürbisse zum Leuchten, sondern auch die Augen vieler Einzelhändler und Hersteller.

Insgesamt rund 160 Millionen Euro werden alljährlich rund um die Gruselnacht umgesetzt, wie eine Schätzung der Dresdner Bank aufgrund einer Branchenumfrage ergibt.

„Seit den 90er Jahren hat sich ein regelrechter Kult um Halloween entwickelt. Inzwischen hat es derart Fuß gefasst, dass viele Branchen davon profitieren“, berichtet Dieter Tschorn von der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie.

Im vergangenen Jahr brachte allein der Verkauf von Kostümen und dazugehörigen Accessoires wie Hüten, Perücken und Schminke 28 Millionen Euro ein – 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch die Stückzahlen waren 2008 beeindruckend: 188.000 Erwachsenenkostüme, 124.000 Kinderkostüme, 138.000 Perücken, 273.000 Hüte, 790.000 Schminksets und rund 4,5 Millionen Accessoires wurden unters Gruselvolk gebracht.

Dabei sind die Grenzen fließend, da viele Halloween-Kostüme in den Karnevalsbereich übernommen werden.

Im Gegensatz zu Fasching gibt es bei Halloween keine Hochburgen, das Fest wird in ganz Deutschland gefeiert. So mischt auch der Norden beim schaurigen Treiben ordentlich mit.

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