Spielen hilft beim Lernen

Um Kindern in Zeiten des erhöhten Bildschirmkonsums das klassische Spielen wieder näher zu bringen, hat Mehr Zeit für Kinder e.V. gemeinsam mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL, Ulm) 2007 die Initiative „Spielen macht Schule“ gegründet.

Bis zum Jahr 2012 sollen Grundschulen aus ganz Deutschland, die Möglichkeit haben, die kostenlose Spielzeugausstattung für ein Spielzimmer zu gewinnen. Bisher konnten Grundschulen aus Nordhrein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg ein Konzept zur Integration von Spielen in den Schulalltag einreichen und am Wettbewerb teilnehmen. Hierbei wurden schon über 369 Spielzimmer ausgestattet. Unterstützt wird die Initiative von den jeweiligen Kultusministerien.

Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung besagen: Spielen macht schlau. „Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel. Im Gehirn prägt sich besonders gut ein, was über mehrere Sinne hineingelangt.“ (Manfred Spitzer, Neurologe und Gründer des ZNL, Ulm)

Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke.

Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und optischen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung durch das Fernsehen. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken. 

Nun gilt es wieder für die Grundschulen sich zu bewerben, denn es warten in diesem Jahr Spiele für 200 neue Spielzimmer. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2010.

Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de

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